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Einleitung



Die Schmetterlinge gehören zu den Insekten, der mit über 800.000 Arten artenreichste Tiergruppe. Wer sich mit Insekten beschäftigt, also mit Käfern, Fliegen, Hautflüglern, Wanzen, Libellen, Ameisen, Heuschrecken, Schmetterlingen (auch Falter) oder mit einigen anderen Gruppen, wird als Entomologe bezeichnet. Die entsprechende Wissenschaft heißt Entomologie. Durch die Worte "Insekten" - aus dem Lateinischen - und "Entomologie" - aus dem Griechischen stammend - kommt eine bei allen diesen Tieren vorzufindende, wenn auch nicht immer deutlich sichtbare Eigenschaften zum Ausdruck: Insekten sind zwischen Kopf, Brust und Leib tief eingeschnitten. Die deutschen Worte Kerbtier und Kerf bezeichnen gleichermaßen diese Eigenart der Einkerbung.
Alle Insekten besitzen drei Paar Beine und meist zwei Paar Flügel, die am Thorax, der Brust, sitzen. Der Thorax besteht aus drei Segmenten mit jeweils einem Beinpaar. Die beiden Flügelpaare befinden sich an den beiden hinteren Segmenten, der Mittel- und der Hinterbrust.
Innerhalb der Insektenklasse bilden die Schmetterlinge eine klar umrissene Ordnung. Ausgezeichnet durch vier Flügel, die dicht mit Schuppen bedeckt sind. Der wissenschaftliche Name Lepidoptera bedeutet Schuppenflügler.
Vom gesamten Erdball sind bisher etwa 120.000 Schmetterlingsarten entdeckt, beschrieben und benannt worden. Nur durch die Käfer wird diese Anzahl noch übertroffen. Diese liegen mit rund
300.000 Arten anzahlmäßig an der Spitze. Die anderen Ordnungen folgen den Lepidopteren in erheblichem Abstand. So die Hautflügler (Hymenopteren = Wespen, Bienen, Ameisen) mit rund 110.000 Arten, die Zweiflügler (Dipteren = Fliegen, Mücken) mit etwa 80.000 Arten und die Wanzen (Heteropteren) mit rund 40.000 Arten. Bei den übrigen Ordnungen liegen diese Zahlen wesentlicher niedriger.
Die Verbreitung der Schmetterlinge auf Erden entspricht ungefähr dem Vorkommen der Pflanzenwelt. Die Falter bevorzugen Sonne, Wärme und eine mannigfaltige, blütenreiche Vegetation. Deshalb ist die weitaus höchste Artenzahl in den tropischen und subtropischen Gebieten zu finden. In warmen und alpinen Gegenden der gemäßigten Zone scheint allerdings der Individuenreichtum im allgemeinen größer zu sein als in den heißen Ländern. Nördlich des 60. Breitengrades nimmt die Anzahl der Schmetterlingsarten schnell ab. Von Grönland, Nordsibirien, Nordkanada und Alaska sind bisher nur wenige Lepidoptera bekannt geworden. Nur in Lappland und in den Gebieten an der Eismeerküste besteht ein reiches Falterleben, als es der nördlichen Lage entspricht. Eine Folge des wärmenden Einflusses des Golfstromes.
In Mitteleuropa leben rund 3.200 Schmetterlingsarten, wenn wir die Großschmetterlinge und Kleinschmetterlinge zusammenrechnen. Die Aufteilung der Falter in diese beiden Gruppen - die auch als Macrolepidopteren und Microlepidopteren bezeichnet werden - ist wissenschaftlich nicht exakt, hat sich jedoch eingebürgert, so daß hier diese Einleitung beibehalten soll. Diese Home - Page behandelt überwiegend Großschmetterlinge, die von jeher im bevorzugten Interesse der Freizeitentomologen und Naturfreunde stehen
Die Großschmetterlinge lassen sich entsprechend dem Bau ihres Flügelgeäders sowie auf Grund ihres biologischen Verhaltens und einiger anderen Merkmale in fünf Gruppen unterteilen. Bei den meisten Arten ergibt sich die Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen bereist aus dem äußeren Erscheinungsbild. Dabei bilden die Tagfalter, Schwärmer, Eulenfalter und Spanner ziemliche einheitliche Gruppen, deren Arten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in der Gesamterscheinung
weitgehend übereinstimmen. Die Spinnergruppe bietet jedoch ein sehr uneinheitliches Bild, in ihr sind recht unterschiedliche Familien vereint. Die Widderchen (Zygaenidae), die Sackträger (Psychidae), die Glasflügler (Sesiidae), die Holzbohrer (Cossidae) sowie die Wurzelbohrer (Hepialidae), die nach der wissenschaftlichen Einleitung den Kleinschmetterlingen zuzurechnen sind, werden - wie bisher üblich - hier der Spinnergruppe behandelt.
Innerhalb dieser fünf Gruppen sind die Familien, Gattungen und Arten in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet. Mit wachsenden Erkenntnissen hat sich dieses System in vergangenen Zeiten oft und gründlich geändert, und weitere Wandlungen sind durch stetiges fortschreitende entomologische Forschung auch in Zukunft zu erwarten.


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