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Suche der Raupen

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Raupenklopfen ,
Käschern/Streifen ,
Raupenleuchten(Nachtfang)


Geräte:

Feste, gut schließende Papp- oder Holzschachteln in verschiedenen Größen. Bei Pappschachteln bzw. -dosen Lüftungslöcher anbringen.
In jeder Schachtel wird nur eine Raupenart transportiert. Stets Futter beigeben, jedoch das Behältnis nicht vollfüllen. Luft und Bewegungsfreiheit sind wichtig. Niemals zu viele Raupen in einer Schachtel unterbringen. Raupennester, wenn das Mitnehmen erforderlich ist, auf mehrere Behältnisse verteilen. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, damit keine zusätzliche Wärmesteigerung eintritt.
Für Massentransporte (Raupennester, Massenfang an Schädlingsherden) am besten Stoffbeutel verwenden, in die Äste zum Spreizen gegeben werden.
Besonders für das Raupenleuchten (Raupen von Eulenfaltern) haben sich Holzschachteln bewährt, auf deren Schmalseite ein kurzes Blechrohr eingepaßt ist, das mit einem Stopfen verschlossen werden kann. Schachtel mit trockenem Buchenlaub füllen.
Erforderlich sind noch Taschenmesser, Schere, Pinzette.

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Grundregeln:

Es gibt einige Arten, die Artgenossen und Raupen anderer Arten beißen und aussaugen. Solche "Mordraupen" müssen einzeln transportiert (und gezüchtet) werden.

In Zecken gefährdeten Gebieten helle und feste Kleidung tragen. Auf der hellen Kleidung sieht man sie besser und sie können sich am festen Stoff (Jeans) nicht gut halten. Bei Kindern sicherheitshalber zu Hause absuchen.

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Suche am Tage:

Erforderlich:
Raupenschachteln, Schere oder Messer, Pinzette.
Planloses Suchen ist wenig erfolgreich. Die nesterweise lebenden Raupen vom kleinen Fuchs und vom Tagpfauenauge wird man an Brennesseln allerorts finden. Meist ist es jedoch notwendig, Futterpflanzen und Gewohnheiten einer Art zu kennen und die Orte ihres Vorkommens zu wissen oder richtig zu erkennen. Botanische Kenntnisse sind unbedingt erforderlich (besser ist ein Bestimmungsbuch oder Heft, wo man nachschlagen kann).
Wichtiger Anhaltspunkt ist das Fraßbild, das artweise verschieden aussieht und dem Kundigen genug verrät. Stehengebliebene Blattrippen, gleichmäßiger Randfraß an Blättern oder kahlgefressene Astpartien sind stets genau zu untersuchen.
Oft sind große Kotballen verräterisch, besonders von Schwärmern. In Vorstadtstraßen mit Liguster- und Fliederhecken findet man oft auf dem Gehsteig den schwarzen Kot der Ligusterraupen, die senkrecht darüber zu Endecken sind. Im allgemeinen werden sehr kräftige, vollsaftige Pflanzen gemieden, jedoch dürftige oder kümmerliche Exemplare bevorzugt. Manche Raupen meiden die grellen Sonnenstunden und sind leichter an trüben Tagen zu finden.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen:
Eichen, auch von alten Bäumen die unteren Äste, Weiden aller Art, Espen (Zitterpappeln), Birken, ungepflegte Obstbäume, Ginster.
Im Juli Blüten und Kapseln von Lichtnelken eintragen, in denen die Raupen einiger Eulen- und Spannerarten leben.
Von den Schilfeulen nur Puppen, nicht die Raupen sammeln, da deren Zucht nicht gelingt.

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Raupenklopfen:

Erforderlich:
Raupenschachteln, Pinzette, Spazierstock, ein alter Regenschirm.
Viele Raupen sind durch Farbe, Form, Figur und/oder Zeichnung hervorragend getarnt, so daß sie dem suchenden Auge meist verborgen bleiben. Durch das Raupenklopfen kann man sie erlangen.
Unter erreichbaren Äste von Eichen, Birken, Ulmen, Weiden und ach anderen Bäumen oder Sträuchern wird der aufgespannte Schirm gehalten, dann auf den darüber befindlichen Ast oder Zweig zwei- bis dreimal mit dem Spazierstock schlagen.
Der Inhalt des Schirms _ Raupen, Käfer, Spinnen, Wanzen und anderes Getier - wird sofort untersucht. Raupen mit der Pinzette vorsichtig in eine Schachtel befördern. Günstig sind kühle Morgenstunden, da dann die Raupen meist lockerer sitzen. Statt des Schirmes kann auch ein weißes Tuch verwendet werden.

Geeignete Örtlichkeiten:
Laubwaldränder, Gebüsche an Hängen und Rainen, untere Äste einzeln stehender alter Bäume.

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Käschern bzw. Streifen:

Erforderlich:
Raupenschachteln, Pinzette, Käscher.
Der Käscher (Eigenbau):
Rahmen aus starkem Bandeisen, vorn gerade und mit fester Vorrichtung zum Anschrauben an einen Stock bzw. 40 bis 50 cm langen soliden Stiel.
Mit diesem Rahmen wird durch Verschnüren (dazu Bandeisen Lochen) oder Umnähen mit dünnem Draht ein Beutel aus derber Leinwand oder ähnlichen festen Stoff verbunden. Beutellänge ca. 40 cm. Der Beutelsaum sollte gegen zu schnelle Abnutzung noch mit dünnem Leder verstärkt werden.

Beim Sammeln wird der Käscher kräftig schlagend oder streifend durch die niedrige Vegetation geführt, wodurch dort sitzende Raupen erfaßt werden. Nach mehreren Schlägen Beutel durchsuchen und die Raupen auslesen, damit nicht durch weitere Schläge die Tiere beschädigt werden.

Geeignete Örtlichkeiten:
Wiesenränder, Waldränder, Schneisen, Sträucher.
Besonders günstig sind Heidelbeerbüsche, Heidekraut, Ginster, Labkraut (Galium).

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Raupenleuchten:

Erforderlich:
Raupenschachtel, Pinzette, Taschenlampe.
Die Raupen vieler Arten leben tagsüber verborgen, meist unmittelbar am Boden in dichter Vegetation. Sie verlassen erst in der Abenddämmerung oder bei völliger Dunkelheit ihr Versteck zur Nahrungsaufnahme.
Zur Raupensuche wird mit der Taschenlampe die niedrige Vegetation, Busch- und Strauchwerk systematisch abgeleuchtet. Sehr günstig dafür sind die Monate März bis Mai. Besonders die überwinternden Raupen sind begierig auf frisch sprießendes Grün. Im zweiten Frühjahr sind sie auf der noch kaum entwickelten Vegetation leicht zu entdecken.
Nesseln und andere Blätterpflanzen auch von unten anleuchten. Raupen bevorzugen oft die Unterseite.
Stets reichlich Raupenschachteln mitnehmen, da die Ausbeute gelegentlich über Erwarten groß sein kann.
Geeignete Örtlichkeiten:
Wald- und Buschränder, Gräben, Schneisen, Blößen, Talhänge mit niedriger Vegetation sowie Brombeer-, Himbeer-, Schlehen- oder Ginsterbüsche. Im Sommer Labkrautpolster (Galium).

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