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Züchtung von Schmetterlingen

Zucht allgemein , Zuchtgeräte , Eizucht , Zucht von Raupen , Futter , Raupenkrankheiten , Zucht in der Haube , Verpuppung , Überwinterung , Treibzucht , Falterschlupf , Zuchtmaterial , Zucht von Bären , Zucht von Schwärmern , Zucht von Spinnern

Zucht allgemein

Es ist für die Wissenschaft wichtiger, unsere heimischen Schmetterlingsarten zu züchten, als sie zu fangen.
Große Serien an Faltern, die die Variabilität einer Art zeigen, die Kenntnis der Erbgänge und nicht zuletzt die einwandfreie Qualität der Tiere in der eigenen Sammlung sind nur durch Zuchten zu erlangen. Viele Arten sind leicht, andere nur unter Anwendung ganz bestimmter Methoden, ein Teil anscheinend überhaupt nicht in Gefangenschaft vom Ei oder der Raupe bis zum Falter zu bringen.
Nur genaueste Beobachtung der Natur und sinnvolle Übertragung der Freilandbedingungen auf die stets eingeengten, von vielen Umweltfaktoren abgeschlossenen Gefangenschaftsverhältnisse führen zu Erfolgen. Dabei muß beachtet werden, daß die Freilandbedingungen niemals vollständig imitiert werden können. Der Tagesgang der Temperatur und der Luftfeuchte in einem Einmachglas z. Bsp. ist von dem einer Wiese sehr verschieden. Auch die Qualität der Futterpflanze ist am Standort verschieden von der im Zuchtbehälter.

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Zuchtgeräte

Gläser aller Art, Aquarien, Einmachgläser aller Größen, aber auch Plastedosen sind gut geeignet. Die Öffnung soll den Durchgang der ganzen Hand ermöglichen.
Kleine glatte Wassergläser für Eizuchten, Tablettenröhrchen, Petrischalen.
Für den Verschluß der Gläser fertigt man 2 bis 4 cm breiten starke Pappstreifen Ringe an, die so auf den oberen Glas- bzw. Dosenrand passen, daß durch sie Pappier, Stoff oder Gaze das Gefäß fest verschließen. Auch straffsitzende Gummiringe sind gut verwendbar.
Raupenkästen (Eigenbau):
Komplizierte Konstruktionen mit Glaswänden, Scharnieren und Füßen sind entbehrlich und ungeeignet.
Mindestforderung: Der Kasten muß dicht sein, sich leicht reinigen lassen (ebenso desinfizieren!), durch den Deckel Luft und Licht lassen (Fenster aus Gaze oder anderen Geflecht). Der Deckel darf keinesfalls flach aufliegen, sondern muß in den Seitenwänden auf Stoß schließen.

Hauben (Eigenbau):
Für viele Arten hat sich die Zucht in Hauben bewährt. Auf das Gefäß - Blechdose, Blumentopf oder Holzkasten - wird eine Drahtgazehaube, die oben geschlossen ist, gestülpt. Diese Methode eignet sich besonders für die Zucht an eingetopften Pflanzen.

Beutel (Eigenbau):
Wer im eigenen Garten oder an anderen Orten dazu Gelegenheit hat, sollte viele Züchtungen aus dem Ei zumindest in der ersten Zeit, oft auch bis zur Verpuppung, im Freien in Beuteln an der lebenden Pflanze durchführen. Die Beutel müssen aus dichtem, weißem Stoff (weiß reflektiert die Sonnenstrahlen, wodurch zu hohe Erwärmung im Beutel vermieden wird) hergestellt sein. Größe nach Bedarf, 30*40 bis 150*70 cm. Die Öffnung befindet sich an der schmalen Seite. Der Beutel wird über einen vorher gründlich abgeklopften (Ameise!) Zweig der Futterpflanze gezogen, Eier oder Raupen in den Beutel gegeben, dieser dann mit fester Schnur am Ast dicht verschlossen. Regelmäßig kontrollieren, manche Raupen haben riesigen Appetit.

Schere:
Bei Futterwechsel werden die Raupen meist mit Zweig, Blatt oder Ast abgeschnitten. Handberührung möglichst vermeiden, damit keine Bakterien und/oder Pilze übertragen werden können, die bei den Raupen zu Krankheiten führen können.
Gartenschere:
Zum Abschneiden des Futters
Großer Pinsel:
Zum Reinigen der Raupenbehältnisse
Kleiner Pinsel:
Zum Abnehmen sehr kleiner Raupen
Ferner:
Pinzette, Papier, Filter- oder Löschpapier, Holzwolle, Sägespäne, Sand oder sandige Erde (Sand und Erde zwecks Tötung aller Bakterien min. 10 min bei ca.70° erhitzen).
Puppenkasten (Selbstherstellung):
Viele Zuchten scheitern infolge falscher Behandlung der Puppen. Da die Verhältnisse in der freien Natur, in der Feuchtigkeit, Temperatur und Wind in einem bestimmten Verhältnis stehen, können wir in der Gefangenschaft nicht bieten. Deswegen das Problem: genügend Feuchtigkeit ohne Schimmelbildung. Der Puppenkasten besteht aus starkem unbehandeltem Holz. Seitenteile, Boden und Deckel sind verfugt. Der Deckel schließt mit den Seitenwänden auf Stoß und trägt ein großes Fenster aus Drahtgeflecht oder Drahtgaze. Die Innenwände werden mit einer groben Raspel horizontal so bearbeitet, daß sich Rillen bilden, an dem der geschlüpfte Falter leicht hochklettern kann. Im Unterteil befindet sich eine ausschiebbare Blech- oder Glasschale (Fotoschale) zur Aufnahme von Wasser. Darüber ein auf Wandleisten ruhender Holzrahmen, der unterseits mit Drahtgaze bespannt ist und zweckmäßigerweise durch Holzleisten in 4 bis 8 Abteilungen zerlegt wird. Jedes Abteil wird mit einem Leinwandläppchen bedeckt, auf das die Puppen gelegt werden, die mit einem gleich großen Läppchen zuzudecken sind. Verwendbar ist nur Leinwand, da allein diese die aus dem Wasserbehältnis aufsteigende notwendige Feuchtigkeit aufnimmt. In einem solchem Puppenkasten ist stets die notwendige Feuchtigkeit ohne Schimmelbildung.


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